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Bausparkasse kündigen zuteilungsreife Altverträge - Kunden sollten das nicht akzeptieren!

Zahlreiche Bausparkassen kündigen aktuell alte Bausparverträge. Dabei berufen sich die Bausparkassen auf ein angebliches Kündigungsrecht aus § 489 I Nr. 2 BGB.

Obwohl eine höchstrichterliche Klärung der Frage nach der Rechtmäßigkeit dieser Kündigungen noch aussteht, geben viele Gerichte den Bausparern Recht und sehen die Kündigungen von Altverträgen als unwirksam an und urteilen, dass die Bausparkasse sich nicht auf ein Kündigungsrecht aus § 489 BGB berufen kann (so z.B. LG Karlsruhe, Urteil vom 09.10.2015).

Betroffene von Kündigungen durch ihre Bausparkasse sollten dieses Vorgehen nicht ungeprüft hinnehmen, sondern sich anwaltlichen Rat einholen! Viele Gerichte vertreten, die zutreffende Ansicht, dass § 489 BGB auf das Verhältnis von Bausparkasse gegenüber Bausparern nicht anwendbar ist. Diese Rechtsauffassung erscheint richtig:

§ 489 BGB schützt bereits dem Normzweck nach den Darlehnsnehmer in seiner wirtschaftlich schwächeren Position und gewährt ihm ein ordentliches Kündigungsrecht gegenüber dem wirtschaftlich stärkeren Darlehnsgeber (regelmäßig die Bank oder Bausparkasse).

Der Schutzzweck des § 489 BGB, den schwächeren Vertragspartner zu schützen, wird unterlaufen, wenn sich auch die Bausparkasse auf diese Vorschrift berufen könnte.
Das Argument der Bausparkassen, sie liefen ohne Kündigung der Altverträge Gefahr, zu hohe Zinsen zahlen zu müssen, kann nicht greifen.

Die Bausparkassen haben das Zinsrisiko sowie das der Entwicklung des Marktes selbst zu tragen.

Haben auch Sie eine Kündigung Ihres Bausparvertrages erhalten?

Lassen Sie sich individuell beraten. Dank moderner Kommunikationsmittel stehe ich Ihnen bundesweit zur Verfügung. Für ein erstes Gespräch stehe ich Ihnen gern telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. 

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